Oral-History - Zeitzeugen haben das Wort
In den vergangenen Jahrzehnten wurde neben der klassischen Quellenarbeit die „Oral-History“ als eine weitere Methode der Geschichtswissenschaft etabliert. Durch Befragungen und Interviews können so die Erinnerungen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen gesichert und Einblicke in die Formen menschlichen Erinnerns erlangt werden. Gerade dann, wenn schriftliche Aufzeichnungen nicht vorhanden sind, können diese Einblicke neue Erkenntnisse liefern.
Was sind die Vorzüge von Oral History? Wo liegen die Grenzen dieser Methode? In einer Einführung beschreibt der Historiker Johannes Schütz, wie auch interessierte Laien diese Methode nutzen können.
Weiterführende Hinweise:
Dr. Johannes Schütz ist Historiker. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU-Dresden erforscht er derzeit, wie Praktiken und Gefühle Heimatvorstellungen zwischen 1969 und 2000 in den Alltag von sozialistischer und postsozialistischer Gesellschaft integrierten. Das Projekt läuft unter dem Titel „Polyphonie der Heimat“ und wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.
Das Tutorial wurde gefördert durch das Programm "Revolution und Demokratie".